Michel "C R E N" Pietsch
                                                     

 

 

       

 

 

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C  R  E  N
M i c h e l   P i e t s c h

Michel «Cren» Pietsch, geboren im April 1970, wuchs als Sohn einer Französin und eines Deutschen in Lehrte bei Hannover auf. Mit seinen Eltern besuchte er in seiner Kindheit und Jugend regelmäßig den französischen Teil seiner Familie. So liegen nicht nur seine familiären Wurzeln im französischem Departement du Nord und im norddeutschen Niedersachsen, sondern auch seine künstlerischen Anfänge.


Auf den Zugfahrten nach Frankreich begegnete Cren in den frühen 80er-Jahren zum ersten Mal der Hip-Hop-Kultur, als er die neu entstehenden Graffitis entlang der Bahnstrecke entdeckte. Fasziniert begann er kurze Zeit später selbst Schriftzüge zu entwerfen – zu Beginn mit Stiften auf Papier. 1989 griff Cren das erste Mal zur Sprühdose. Seitdem hat er Wände in über 14 Ländern und auf drei Kontinenten mit seinen Schriftzügen bemalt. Die Eindrücke, die er auf seinen vielen Reisen und beim Austausch mit zahlreichen Künstlern, die er weltweit kennenlernt, sammelt, lässt er in einem nun schon 25jährigen Prozess in die Entwicklung seiner persönlichen kalligraphischen Kompositionen auf unterschiedlichsten Bildträgern einfließen.


Die Schrift betrachtet Cren als seine große Leidenschaft. Sie ist der Ursprung und bis heute die Basis seines künstlerischen Werkes. Er versteht Schrift als zentrale Säule der Kommunikation und als wesentlichen alltäglichen Informationsträger. Im täglichen Leben wird sie aber zumeist oberflächlich und rein funktional wahrgenommen.


Den Betrachter zu einer aufmerksameren Auseinandersetzung mit der Schrift zu inspirieren, ist die Intention seiner Werke. Cren bricht die gängigen Regeln der Typographie, indem er die Schrift in ihre einzelnen Buchstaben aufbricht, diese nach den individuellen Regeln seines persönlich entwickelten Schrifttyps modifiziert und strukturiert, um sie anschließend in ästhetischer Kumulation der einzelnen Buchstaben als Gesamtgebilde neu zu konstruieren.


Die Buchstaben als Basis des Werkes komplettiert Cren im Folgenden spontanen künstlerischen Prozess, indem er sie mit graphischen, expressionistischen oder auch gegenständlichen Elementen zum finalen Arrangement vereinigt. Durch das Zusammenführen der verschiedenen Komponenten, und die daraus entstehende Erweiterung der Schrift, wirken seine Buchstaben oft auf den ersten Blick wie abstrakte Elemente und erschließen sich nicht direkt als Buchstaben. Die Schrift entzieht sich dem ungeübten Auge zunächst als Teil der Gesamtkomposition. Crens Werke laden den Betrachter dazu ein, den ersten Eindruck zu hinterfragen und sich intensiver mit ihnen auseinanderzusetzen, um die Buchstaben präsenter und greifbarer werden zu lassen.


Cren lebt heute in Berlin und arbeitet zurzeit in einem Atelier im ehemaligen DDR-Funkhaus in Berlin-Köpenick. Die Atmosphäre in dem historischen Gebäude und die vielfältigen kulturellen Impressionen durch die derzeitige Nutzung mit Ateliers, Tonstudios, Konzertsälen und als Filmset begleiten Cren bei seinem künstlerischen Schaffen.

 

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